23.02.2013/Kire

WanderarbeiterInnen bei Amazon

Die ARD hat letzte Woche einen Beitrag über die Arbeits- und Lebensbedingungen von WanderarbeiterInnen bei Amazon.de gezeigt. Aus Deutschland dürften die meisten Pakete für KundInnen aus der Schweiz stammen. Auch beim Online-Shopping gilt: Günstig ist meist weder nachhaltig noch fair.

Wer nun auf Amazon eindrischt, sollte nicht vergessen, dass die Politik entsprechende Rahmenbedingungen schafft. Pit Wuhrer in der WOZ (leider nicht online):

Kurz nach Ausstrahlung des Filmes, der seither 1.5 Millionen Mal auf der Website ard.de angeschaut wurde, brach eine Empörung über den Internethandelsriesen herein. [...] Bei so viel Protest will auch die Politik nicht abseitsstehen: Bundesministerin Ursula von der Leyen (CDU) forderte Aufklärung, hochrangige PolitikerInnen von SPD und Grünen kritisieren das Geschäftsgebahren von Amazon. Dabei war es die rot-grüne Regierung von Kanzler Gerhard Schröder gewesen, die Leiharbeit erst in grossem Stil ermöglichte (es gibt in Deutschland mittlerweile über 800´000 Leiharbeitskräfte) - und es war die schwarz-gelbe Koalition, die alle parlamentarischen Vorstösse zur Einschränkung dieses modernen Sklavenhandels blockierte.


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